Über uns

Über Florian und die Idee

Florian Specht ist Rechtsanwalt und Autor des Buches „Jura geht auch anders“ im C.H.Beck Verlag. Seit dem Wintersemester 17/18 ist er Lehrbeauftragter für Legal Tech (Digitalisierung im Recht) an der Leibniz Universität Hannover. Für die Verbraucherzentrale Brandenburg konzipiert er aktuell eine Softwarelösung im Pauschalreiserecht. Nebenbei arbeitet er an seiner Dissertation und ist Annotator bei der QNC GmbH.

Vorerfahrung in der Pflege

Erste Erfahrungen im Bereich Pflege habe ich während meines Bundesfreiwilligendienstes in einer Betreuungseinrichtung gesammelt. Auf diese Zeit blicke ich sehr gerne zurück. Das erste Mal in meinem Leben war ich für andere Menschen verantwortlich. In Entscheidungsfragen hatte auch meine Stimme Gewicht und ich konnte mich mit eigenen Ideen einbringen. Die hier geführten Gespräche und die Begleitung von so unterschiedlichen Menschentypen haben mich nachhaltig geprägt.

Der lange Weg zur Idee

Wie nötig eine Veränderung in unserem Pflegesystem ist, habe ich merken müssen, als meine Oma pflegebedürftig wurde. Die Beantragung einer Pflegestufe (heute Pflegegrad), das Überangebot an Pflegeinformationen sichten und die Suche nach einem Pflegedienst haben meine Eltern viel Zeit und Energie gekostet. Mein Opa allein hätte das gar nicht mehr hinbekommen. In dieser Zeit ist mir klar geworden, wie viel Lebensqualität bei denjenigen Menschen verloren geht, die nicht auf ein solches Familiennetz zurückgreifen können. Besonders überrascht hat mich damals, dass es bei der papierlastigen Antragstellung der Pflegeleistungen bis heute keine digitale Unterstützung für pflegende Angehörige gibt. Schon damals habe ich gedacht: “Digitalisierung und Pflegeantrag – das muss man doch zusammenführen”.

Während meines Studiums habe ich deshalb die Pflegewächter UG gegründet, um Pflegeleistung durch Nutzer bewerten zu lassen; vergleichbar mit dem Hotelbewertungsportal booking.com. Weil ich die Dienstleistung für die Nutzer unbedingt kostenlos halten wollte, habe ich das Projekt damals in nahezu allen Pflegekassen vorgestellt sowie einzelnen Pflegestützpunkten und Sozialämtern präsentiert. Am Ende habe ich mich total verzettelt und an Produktideen dieser Parteien herumgebastelt. Viel zu spät ist mir aufgefallen, dass ich so mein ursprüngliches Ziel der Vereinfachung der Beantragung von Pflegeleistungen ganz aus den Augen verloren hatte.

Aus den damals geführten Gesprächen und Rückmeldungen der verschiedenen Parteien in der Pflege habe ich die Idee eines Generators für Pflegeanträge entwickelt. Im Februar 2019 habe ich diese Projektidee auf dem Social Entrepreneurship Camp der Region Hannover gepitcht, damit den ersten Platz und eine Wildcard für das Social Innovation Center der Region Hannover gewonnen.

Meine Vision

Mit meinem Beratungsangebot sollen pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen selbstbestimmt und zu jeder Zeit über ihre Pflegesituation entschieden können, so wie wir heute unseren Handyvertrag wechseln. Die Software-Lösung fördert die Lebensqualität in der Gesellschaft, weil Pflegeangebote und -leistungen voll ausgeschöpft werden. So wandelt sich die Angst vor dem Alter und der gesellschaftlichen Isolation zu einer selbstbestimmten Teilnahme.