„Viele Pflegegrade werden erst im Widerspruch korrekt festgestellt. Wer nicht handelt, verzichtet oft auf Geld, das ihm zusteht." – Rechtsanwalt Maximilian Sauer
Täglich prüfe ich Bescheide von Pflegekassen und sehe dabei immer wieder dasselbe Muster: Pflegekassen bewerten den Pflegegrad oft zu niedrig. Die erste Einstufung bildet den tatsächlichen Bedarf häufig nicht vollständig ab. Das ist ein strukturelles Problem.
Ich sehe immer wieder: Betroffene verstehen ihre Begutachtung nicht, verstehen gar nicht, was der Pflegegrad bedeutet und wie er zustande gekommen ist.
Nach unserer Erfahrung passiert eines von drei Dingen – und alle drei sind ein Problem:
- Falsches Vertrauen in die Behörde – Ein Bescheid klingt offiziell und endgültig. Viele Betroffene gehen davon aus, dass die Pflegekasse schon richtig entschieden hat.
- Das Gefühl, es lohne sich nicht – Widerspruch klingt nach Aufwand, Bürokratie und wenig Aussicht auf Erfolg.
- Angst vor Kosten – Viele befürchten, dass ein Anwalt mehr kostet, als am Ende herauskommt.
Alle drei Annahmen sind falsch. Und sie kosten die Betroffenen jeden Monat Geld.
Pflege bedeutet eine hohe finanzielle Belastung
Für viele Familien stellt Pflege sogar ein reales Armutsrisiko dar. Weil die gesetzlichen Leistungen der Pflegeversicherung nur einen Teil der tatsächlichen Kosten decken, tragen Betroffene die übrigen Ausgaben der Pflege selbst. Dadurch, dass die Kosten der pflegerischen Versorgung stetig steigen, nimmt dieser Teil der Selbstzahlung immer weiter zu. Diese Situation wird durch einen falschen Pflegegrad zusätzlich verschärft.
Der Widerspruch entscheidet über ihre finanzielle Situation
Statistiken zeigen, dass ein relevanter Teil der Pflege-Anträge zunächst abgelehnt oder zu niedrig eingestuft wird. In unserer anwaltlichen Praxis bestätigt sich das. Durch Berichterstattung der Medien ist dieses Problem bekannter geworden und stärker in das Bewusstsein der Versicherten gerückt. Doch auch dieses Wissen, dass der Pflegegrad zu niedrig ist, verändert nichts. Ohne eine aktive Durchsetzung bleibt es bei der falschen Einstufung. Entscheidend ist die Korrektur.
Auch heute stehen viele Betroffene an diesem Punkt alleine da. Beratungsangebote enden überwiegend bei einer Pflegeberatung oder werden sowieso nur von der Pflegekasse direkt angeboten, die dann einfach nur einen Neuantrag empfiehlt. Das reicht nach unserer Erfahrung nicht aus.
Viele Pflegegrade werden erst im Widerspruch angepasst. Die Pflegekasse überprüft ihre Entscheidung häufig erst dann erneut. Ohne Widerspruch verbleibt es oft beim falschen Pflegegrad.
Das zeigen die Zahlen
Jeder dritte Widerspruch gegen einen Pflegegrad-Bescheid führt zum Erfolg – und dennoch legen über 90 Prozent der Betroffenen gar keinen Widerspruch ein. Die meisten verzichten auf Geld, das ihnen zusteht, ohne es zu wissen.
Wer unsicher mit seinem Pflegegrad ist, kann über den Pflegegrad-Check von Pflegewächter einen Test machen. Falls eine Überprüfung empfohlen wird, übernimmt ein Partneranwalt den gesamten Prozess: Antragstellung, Vorbereitung auf eine mögliche Nachbegutachtung und die Kommunikation mit der Pflegekasse. Viele Familien sagen im Nachhinein denselben Satz: „Hätten wir das mal früher gemacht."
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Prüfen Sie Ihren Pflegegrad – unverbindlich, in wenigen Minuten. Viele Einstufungen sind zu niedrig. Ein Anwalt schaut es sich für Sie an.
Pflegegrad jetzt prüfenIhr Pflegegrad entscheidet über Ihr Geld
Aus meiner Erfahrung zeigt sich ein klares Bild: Das aktuelle System führt dazu, dass viele Ansprüche nicht vollständig ausgeschöpft werden. Die Verfahren sind komplex. Betroffene fühlen sich überfordert. Deshalb braucht es nicht nur Aufklärung, sondern bessere Feststellungen der Pflegebedürftigkeit schon zu Beginn. Hier besteht politischer Handlungsbedarf.
Die wichtigste Erkenntnis aus meiner Praxis lautet: Viele Pflegegrade werden erst im Widerspruch korrekt festgelegt. Die erste Entscheidung der Pflegekasse hält einer zweiten Prüfung oft nicht stand – das zeigen auch die Erfolgsaussichten beim Pflegegrad-Widerspruch.
Was das konkret bedeutet, wenn der Pflegegrad um eine Stufe zu niedrig liegt:
- Über 1.000 € mehr pro Monat bei korrekter Einstufung
- Über 12.000 € pro Jahr, die Betroffenen entgehen
- Über 60.000 € in fünf Jahren – Geld, das der Familie fehlt
Über Pflegewächter haben wir daher eine einfache Unterstützung aufgebaut: Sie müssen sich nicht selbst mit der Pflegekasse auseinandersetzen. Sie können uns die Prüfung und Korrektur des Pflegegrades übergeben. Pflegewächter trägt unsere Anwaltskosten.
Prüfen Sie Ihren Bescheid – und geben Sie sich nicht mit der ersten Entscheidung zufrieden. Ihr Pflegegrad bestimmt Ihre finanzielle Unterstützung. Eine falsche Einstufung kostet Sie jeden Monat Geld. Ein Widerspruch stellt in vielen Fällen den Wendepunkt dar.
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Über den Autor
Maximilian Sauer
Rechtsanwalt | Kanzlei Prime
Maximilian Sauer ist Rechtsanwalt der Kanzlei Prime und arbeitet in enger Zusammenarbeit mit Pflegewächter. Die Kanzlei hat bereits über 14.000 Familien dabei vertreten, einen höheren Pflegegrad zu erhalten.
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