Das Wichtigste kurz zusammengefasst

  • Ein barrierefreies Bad schützt vor Stürzen und erhöht oder erhält die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen.
  • Für den altersgerechten Badumbau bekommst du bis zu 4.180 Euro Zuschuss von der Pflegekasse.
  • Pflegewächter prüft kostenlos deinen Anspruch auf die Förderung der Kasse.


Warum ein barrierefreies Bad so wichtig ist

Sturzgefahr im Bad: Zahlen & Fakten

Fast jeder dritte Unfall im Haushalt passiert im Badezimmer. Gerade mit zunehmendem Alter oder bei eingeschränkter Mobilität steigt das Risiko zu stürzen – etwa beim Ein- und Ausstieg in die Wanne. Solche Stürze enden häufig im Krankenhaus und führen zu Unsicherheit im Alltag.

Infografik zu typischen Problemen im Badezimmer: Wannenrand, fehlende Haltegriffe, rutschige Fliesen, Waschbecken zu hoch.

Beispielhafte Probleme: Wanne, Fliesen, fehlende Griffe

Ein klassisches Badezimmer birgt viele Risiken:

  • Hoher Wannenrand, der ohne Hilfe kaum noch überwindbar ist
  • Keine Haltegriffe an den entscheidenden Stellen
  • Rutschige Fliesen ohne Anti-Rutsch-Schutz
  • Waschbecken oft nicht im Sitzen nutzbar


Lebensqualität durch Umbau und Modernisierung: Selbstständigkeit & Pflegeerleichterung

Ein barrierefreies Bad ist ein wichtiger Schritt für mehr Bewegungsfreiheit, Barrierefreiheit und Sicherheit. Du kannst länger selbstständig bleiben – oder wirst bei der häuslichen Pflege besser unterstützt. Auch pflegende Angehörige profitieren von einem gut geplanten barrierefreien Badumbau und einem seniorengerechten Bad mit hoher Funktionalität.

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Welche Maßnahmen gehören zum altersgerechten Badumbau?

Bodengleiche Dusche statt Badewanne

Die klassische Maßnahme ist der Umbau von der Badewanne zur Dusche – also eine Dusche statt Wanne. Eine ebenerdige Dusche mit rutschfestem Boden und leicht erreichbaren Armaturen erleichtert dir den Alltag erheblich. Dieser Umbau zum Abbau von Barrieren wird von der Kasse in der Regel als wohnumfeldverbessernde Maßnahme anerkannt. Wie ein solches barrierefreies Bad konkret aussehen kann – mit bodengleicher Dusche, Haltegriffen und rutschhemmenden Böden – zeigen wir dir ausführlich im Ratgeber zum barrierefreien Bad mit Zuschuss.


Einbau einer Badewannentür

Wenn du deine Wanne weiterhin nutzen möchtest, ist der Einbau einer Badewannetür eine sinnvolle und kostengünstige Alternative. So kannst du leichter und sicherer ein- und aussteigen – ohne über den hohen Wannenrand klettern zu müssen.

Wird der Einbau gefördert? Ja – wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Du hast mindestens Pflegegrad 1
  • Die Maßnahme dient der Wohnumfeldverbesserung und ermöglicht oder erleichtert die Pflege
  • Der altersgerechte Umbau erfolgt in deinem Hauptwohnsitz
  • Der Antrag wird vor dem Beginn der Baumaßnahmen gestellt


Die Kasse prüft den Antrag anhand dieser Kriterien. Pflegewächter hilft dir, die Unterlagen vollständig einzureichen – inklusive Verordnung vom Arzt und Kostenvoranschlag.


Sitzmöglichkeiten für ein seniorengerechtes Bad 

Ein Duschsitz oder eine fest installierte Sitzbank in der Dusche bietet zusätzliche Sicherheit. Auch ein unterfahrbarer Waschtisch verbessert die Nutzung im Sitzen – wichtig für Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Beweglichkeit.


Welche Fördermöglichkeiten gibt es für den Badumbau?

Pflegekasse: Zuschuss von bis zu 4.180 Euro

Wenn bei dir ein Pflegegrad vorliegt, kannst du bei der Pflegekasse (gehört zu deiner Krankenkasse) bis zu 4.180 Euro Zuschuss zum Badumbau pro Maßnahme beantragen.

Wenn du unsicher bist, ob ein Pflegegrad vorliegt oder ob die Einstufung zu deiner Situation passt, kannst du den Pflegegrad fachlich prüfen lassen.

Dazu zählen z. B. der Einbau einer ebenerdigen Dusche, Haltegriffe, Waschtisch-Anpassungen oder auch die Badewannentür.


Voraussetzungen für den Zuschuss der Kasse

Damit die Kasse den altersgerechten Badumbau bezuschusst, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Du hast einen Pflegegrad (1 bis 5)
  • Die Maßnahme dient der Ermöglichung oder Erleichterung der Pflege oder der Wiederherstellung der Selbstständigkeit
  • Der Umbau zum altersgerechten Bad erfolgt im privaten Wohnumfeld (Miete oder Eigentum)
  • Der Antrag wird vor dem Umbau gestellt


So beantragst du Geld für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Um den Zuschuss der Pflegekasse zu erhalten, musst du einen Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen stellen. Dazu brauchst du in der Regel einen Kostenvoranschlag eines Fachbetriebs sowie eine kurze Begründung, warum der Umbau notwendig ist. Nach Abschluss der Maßnahme reichst du die Rechnungen ein – die Kasse überweist den Zuschuss dann entweder an dich oder direkt an den Handwerksbetrieb.

Badumbau mit Zuschuss – jetzt sicher starten

Ein barrierefreies Bad bringt dir mehr Sicherheit im Alltag. Wir zeigen dir, wie du dir bis zu 4.180 € Zuschuss von der Pflegekasse sicherst – einfach, verständlich und Schritt für Schritt.

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Wann meldet sich die Kasse wegen der beantragten Übernahme der Kosten zurück?

Laut § 40 (7) SGB XI hat die Pflegekasse drei Wochen Zeit, um über den Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zu entscheiden. Wenn die Pflegekasse den Medizinischen Dienst (MD) für eine Begutachtung der Situation zu Hause beauftragt, verlängert sich die Frist der Kasse auf fünf Wochen um über den Antrag zu entscheiden.

Wenn die Pflegekasse die Frist nicht einhalten kann, muss sie dies der Person schriftlich mitteilen, die den Antrag gestellt hat. Geschieht dies nicht, gilt die beantragte Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt (Genehmigungsfiktion).


Counselor background
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Du möchtest noch tiefer in das Thema eintauchen? Erfahre in unserem Artikel Thema alles Wichtige zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen.


KfW-Zuschuss 455-B für barrierefreies Bad: Derzeit nicht beantragbar

Die KfW Förderung Bad über das Förderprogramm 455-B „Barrierereduzierung“ unterstützte bisher den barrierefreien Umbau von Bädern und weiteren umbaumaßnahmen mit einem attraktiven Investitionszuschuss.

Für Einzelmaßnahmen wie den Einbau einer bodengleichen Dusche, die Verbreiterung von Türen oder den Abbau von Türschwellen betrug der Zuschuss 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit. Wer eine umfassende altersgerechte Badsanierung oder den Standard „Altersgerechtes Haus“ anstrebte, konnte sogar 12,5 % der Kosten mit einem Höchstbetrag von 6.250 Euro erhalten.

Gefördert wurden zahlreiche bauliche Maßnahmen: darunter der barrierefreie Badumbau, der Umbau von Treppen, die barrierefreie Sanierung, der Einbau eines unterfahrbaren Waschtischs, die Verbesserung der Barrierefreiheit, bauliche Maßnahmen zur Modernisierung sowie Lösungen zur besseren Kommunikation und Orientierung.

Auch der Zugang zum Gebäude, das Mehrgenerationenwohnen und die Anpassung von Gemeinschaftsräumen im eigenen Zuhause wurden durch das Förderprogramm bezuschusst.

Aktuell (Stand 2025) kann diese Förderung nicht beantragt werden, da der Bundeshaushalt noch nicht beschlossen wurde. Es ist jedoch gut möglich, dass das Programm bald wieder geöffnet wird.


Regionale Förderprogramme

Einige Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Fördermittel für das altersgerecht Umbauen oder die barrierefreie Sanierung an. Ob du dort Anspruch hast, hängt von deinem Wohnort ab. 

Vermeiden Sie typische Fehler bei der Pflegegrad-Einstufung

Lassen Sie Ihre Angaben kurz prüfen – bevor die Pflegekasse entscheidet.

Fahrplan zum richtigen Pflegegrad
Vorbereitung auf den Gutachtertermin
Weniger Stress mit der Pflegekasse
Einschätzung starten


Fazit – Dein Weg zum altersgerechten Bad beginnt heute

Ein altersgerechter Badumbau ist mehr als nur eine bauliche Veränderung – er ist ein entscheidender Schritt zu mehr Sicherheit, Selbstständigkeit und einem würdevollen Alltag im eigenen Zuhause. Mit einem Zuschuss von bis zu 4.180 Euro unterstützt dich die Pflegekasse beim Umbau deines Bades – ob es um eine bodengleiche Dusche, Haltegriffe, einen unterfahrbaren Waschtisch oder eine Badewannentür geht.

Stelle den Antrag rechtzeitig, lass dich begleiten und nutze die Möglichkeiten, die dir zustehen. Pflegewächter steht dir dabei zur Seite – kompetent, strukturiert und ohne bürokratische Hürden. So sicherst du dir dein barrierefreies Bad – heute und für die Zukunft.


Häufige Fragen rund um den Badumbau

Was kostet ein altersgerechter Badumbau?

Die Kosten für den Umbau in ein altersgerechtes Bad oder behindertengerechtes Badezimmer hängt von den vorhandenen Gegebenheiten ab. Wenn beispielsweise nur die Badewanne mit einer Badewaenntür versehen werden muss, können die Kosten häufig mit dem Zuschuss der Pflegekasse abgedeckt sein. Wenn das gesamte Bad barrierefrei umgebaut, also beispielsweise eine Komplettsanierung vorgenommen werden soll, kann es schnell teurer als 4.000 Euro werden. Summen bis zu 50.000 Euro können vorkommen. Hier ist eine individuelle Beratung, zum Beispiel auch zu einem Kredit der KfW sinnvoll.

Welche Voraussetzungen brauche ich für den Zuschuss?

Um den Zuschuss in Höhe von 4.180 Euro für den altersgerechten Umbau der Pflegekasse zu erhalten, muss ein Pflegegrad vorliegen. Außerdem sollte ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden, in dem der Umbau begründet wird und ein entsprechender Kostenvoranschlag mit versendet wird. 

Wann erhalte ich eine Rückmeldung von der Krankenkasse zu meiner Badsanierung?

Laut § 40 (7) SGB XI hat die Pflegekasse drei Wochen Zeit, um über den Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zu entscheiden. Wenn die Pflegekasse den Medizinischen Dienst (MD) für eine Begutachtung der Situation zu Hause beauftragt, verlängert sich die Frist der Kasse auf fünf Wochen um über den Antrag zu entscheiden.
Wenn die Pflegekasse die Frist nicht einhalten kann, muss sie dies der Person schriftlich mitteilen, die den Antrag gestellt hat. Geschieht dies nicht, gilt die beantragte Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt (Genehmigungsfiktion).

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