Wie können wir Ihnen helfen?
Was muss ich bei der Wiederholungsbegutachtung/Begutachtung im Widerspruch durch den MD/MEDICPROOF beachten?
Wenn Sie Widerspruch gegen eine Entscheidung Ihrer Pflegekasse eingelegt haben, kann es sein, dass die Pflegekasse eine Wiederholungsbegutachtung anordnet. Diese wird in der Regel durch den Medizinische Dienst (MD) oder Medicproof (bei Privatversicherten) durchgeführt.
Das bedeutet: Ihre Pflegesituation wird noch einmal überprüft, um festzustellen, ob der Pflegegrad korrekt eingeschätzt wurde.
Was passiert bei der Wiederholungsbegutachtung?
Die Wiederholungsbegutachtung läuft ähnlich wie die erste Begutachtung ab:
- Eine Gutachterin oder ein Gutachter besucht Sie zu Hause (oder in Ihrer Einrichtung).
- Es werden Fragen zu Ihrem Alltag, Ihrer Mobilität, Selbstständigkeit und Ihrem Unterstützungsbedarf gestellt.
- Der MD überprüft dabei besonders die Punkte, die Sie im Widerspruch bemängelt haben.
Ziel: Es soll geprüft werden, ob eine Höherstufung gerechtfertigt ist oder der bisherige Pflegegrad bestehen bleibt.
💡 Tipp: Gut vorbereitet in die Begutachtung starten
Wenn Sie sich auf die Wiederholungsbegutachtung vorbereiten möchten, können Sie das Pflegegrad-Gutachten von Pflegewächter durchführen.
Es enthält die gleichen Fragen, die auch Gutachter:innen des MD oder Medicproof stellen – so wissen Sie genau, welche Themen beim Termin wichtig sind.
👉 Pflegegrad-Gutachten starten
Wann findet die Wiederholungsbegutachtung statt?
Die Begutachtung wird von der Pflegekasse veranlasst, sobald der Widerspruch eingegangen und geprüft ist.
In der Regel erhalten Sie den Termin schriftlich oder telefonisch vom MD.
💡 Wichtig: Wenn Sie privat versichert sind, führt Medicproof die Begutachtung durch – nicht der MD.
Wie können Sie sich gut vorbereiten?
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend.
Wir empfehlen, vor dem Termin unser Pflegegrad-Gutachten durchzuführen – kostenlos und online. Es enthält dieselben Fragen, die Ihnen bei der Begutachtung gestellt werden.
Außerdem:
- Halten Sie wichtige Unterlagen (z. B. Arztberichte, Medikamentenlisten, Pflegetagebuch) bereit.
- Notieren Sie, bei welchen Tätigkeiten Sie Unterstützung benötigen.
- Bitten Sie, wenn möglich, eine pflegeerfahrene Person (z. B. Angehörige oder Pflegekraft) beim Termin dabei zu sein.
Wie oft kann eine Wiederholungsbegutachtung stattfinden?
Es gibt keine feste gesetzliche Regelung, wie oft eine Wiederholungsbegutachtung erfolgen darf.
Sie wird in „angemessenen Abständen“ durchgeführt – das hängt vom Einzelfall und der gesundheitlichen Entwicklung ab.
Typische Beispiele:
- Nach einem Reha-Aufenthalt oder einer gesundheitlichen Verbesserung
- Wenn sich Ihr Zustand verschlechtert und eine Pflegegrad-Erhöhung möglich ist
Was passiert nach der Begutachtung?
Nach dem Termin erstellt der Gutachter ein neues Pflegegutachten.
Dieses wird an die Pflegekasse übermittelt, die daraufhin eine neue Entscheidung trifft.
Sie erhalten:
- Einen Bescheid über den Widerspruch von der Pflegekasse (mit Begründung der Entscheidung)
- Das Gutachten des MD oder Medicproof (per Post)
Wenn Sie der Meinung sind, dass die Entscheidung weiterhin falsch ist, prüfen die unabhängigen Partneranwälte der Kanzlei Prime, ob sich eine Klage lohnt. Über weitere, mögliche Schritte werden Sie automatisch informiert, sobald der Bescheid bei den Partneranwälten eingegangen ist.
Noch Fragen?
Wenn Sie sich unsicher fühlen oder Probleme mit dem Termin haben, schreiben Sie uns über das Hilfeformular. Unser Team leitet Ihr Anliegen an die passenden Ansprechpartner weiter.