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Pflegegrad in Zeiten von Corona – So bereiten Sie sich auf die telefonische Begutachtung vor

Das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Normalerweise wird die Einstufung in einen Pflegegrad für gesetzlich Versicherte durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) bzw. für privat Versicherte durch Medicproof bei Ihnen zu Hause vorgenommen. 
  • In Zeiten von Corona ist das nicht möglich. Stattdessen soll diese Begutachtung durch den MDK/Medicproof aktuell telefonisch durchgeführt werden.
  • Diese telefonische Begutachtung ist für Sie kompliziert und führt häufig zu Fehleinschätzung durch die Pflegekasse, weil Pflegebedarfe ohne Besichtigung nicht erkannt werden.
  • Sie müssen diese Termine sehr gut vorbereiten – dabei kann unser kostenloses Gutachten unterstützen.

 

Inhaltsverzeichnis:

  • Wie ist der Ablauf der telefonischen Begutachtung?
  • So bereiten Sie sich optimal auf das Telefonat vor
  •  Was Sie noch wissen sollten

Wie ist der Ablauf der telefonischen Begutachtung?

Zur Vorbereitung auf den Termin übersendet Ihre Pflegekassen Ihnen einen Fragebogen. Das soll den Gutachtern helfen, sich auf das Interview vorzubereiten. Während des Telefonats soll dann der Grad der Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person ermittelt werden.

Das ist für Sie eine besondere Herausforderung. Am Telefon kann der Gutachter nämlich nicht sehen, wie hilfsbedürftig eine pflegebedürftige Person tatsächlich ist. Alle Einschränkungen und Behinderungen müssen jetzt durch Sie beschrieben werden. Davon hängt am Ende ab, ob und wie viel Geld die Pflegekasse Ihnen zahlt.

Tipp: Mit unserem kostenlosen Pflegegrad-Gutachten können Sie sich auf die telefonische Begutachtung sehr gut vorbereiten und einen ersten Testlauf machen. Wir führen Sie durch alle Prüfungsfragen und errechnen vorab Ihren wahrscheinlichen Pflegegrad. Drucken Sie sich dieses Gutachten aus und nehmen es mit ins Telefonat. Hat der Gutachter Abfragen vergessen, merken Sie das und können gleich auf weitere Einschränkungen hinweisen. 

So bereiten Sie sich optimal auf das Telefonat vor

Leider zeigt sich, dass diese telefonische Begutachtung für viele Versicherte Nachteile hat. Sie schaffen es nicht, ihren Unterstützungsbedarf korrekt darzustellen. In unserer kostenlosen Widerspruchsberatung beschreiben unsere Kunden zudem, dass Krankheitsbilder und Unterstützungsbedarf durch die Gutachter nicht korrekt erfasst oder erst gar nicht abgefragt wurde. In den verhältnismäßig kurzen und unpersönlichen Telefonaten sei der Pflegebedarf gar nicht vernünftig vermittelbar.

Zusätzliche Dokumente: Unsere Nutzer erhalten nach der Registrierung von uns auch kostenlose Unterlagen zur Vorbereitung auf den Begutachtungstermin. Konkret sind das ein Pflegetagebuch und ein Medikamentenplan. Durch unser Pflegetagebuch verschriftlichen Sie, wie stark die Selbstständigkeit der versicherten Person eingeschränkt ist. In der Aufregung und Spontanität des Telefonats werden so keine wichtigen Informationen vergessen.

Was Sie noch wissen sollten

Wenn Sie mit der Begutachtung nicht einverstanden sind, steht Ihnen gesetzlich der Widerspruch zu. Innerhalb von einem Monat nach Erhalt des Bescheids über den Pflegegrad können Sie sich dazu entscheiden. Bei der Widerspruchsbegründung können Sie sich übrigens kostenlos durch uns unterstützen lassen. Alle Informationen über unsere kostenlose Unterstützung im Widerspruch finden Sie unter: www.pflegewiderspruch.de