Pflegeleistungen30. Mai 2023

Hausnotruf: Sicherheit und Unterstützung für Senioren

Ein Hausnotruf ist ein Notfallsystem, das es älteren Menschen ermöglicht im Fall der Fälle Hilfe per Knopfdruck anzufordern.

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Sina

Pflege-Expertin | Pflegewächter

Das Wichtigste kurz zusammengefasst

  • Ein Hausnotrufsystem ermöglicht es Menschen zu Hause, per Knopfdruck Hilfe anzufordern.

  • Es gibt zahlreiche Anbieter von Hausnotrufsystemen mit unterschiedlichen Leistungen.

  • Die Pflegekasse übernimmt für Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad bis zu 25,50 Euro pro Monat zur Finanzierung eines Hausnotrufsystems.

Was ist ein Hausnotruf?

Ein Hausnotruf ist ein modernes Notfallsystem, das speziell entwickelt wurde, um älteren Menschen Sicherheit und schnelle Hilfe zu bieten. Mit einem Notknopf, der häufig als Hausnotruf Kette oder Armband getragen wird, können Betroffene in einer Notsituation unkompliziert Unterstützung anfordern – ganz ohne Telefon. Dieses System ist besonders wertvoll für Menschen, die allein leben oder deren Angehörige nicht rund um die Uhr verfügbar sind.

Dank des Hausnotrufs können Senioren länger eigenständig und sicher in ihrem Zuhause bleiben. Bereits ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse bis zu 25,50 Euro monatlich – ein wichtiger finanzieller Vorteil für Pflegebedürftige.

Die wichtigsten Vorteile des Hausnotrufs

  • Schnelle Hilfe auf Knopfdruck: Der Notknopf für Senioren sorgt dafür, dass Hilfe rund um die Uhr erreichbar ist.

  • Erhöhte Sicherheit: Besonders geeignet für Menschen mit Sturzrisiko oder eingeschränkter Mobilität.

  • Kostenübernahme ab Pflegegrad 1: Die Pflegekasse übernimmt einen Teil der monatlichen Kosten.

  • Einfache Bedienung: Der Notrufknopf kann als Hausnotruf Kette oder Armband getragen und intuitiv genutzt werden.

Warum ein Hausnotrufsystem unverzichtbar ist?

Ein Hausnotrufsystem bietet älteren Menschen nicht nur Sicherheit, sondern auch Freiheit und Selbstständigkeit. Es ermöglicht ihnen, weiterhin in den eigenen vier Wänden zu leben, ohne auf wichtige Unterstützung im Notfall verzichten zu müssen. In Situationen, in denen häusliche Unterstützung allein nicht mehr ausreicht oder gesundheitliche Veränderungen eine dauerhafte Betreuung erfordern, kann auch eine vollstationäre Pflege eine passende Option sein. Für Angehörige bedeutet dies eine enorme Entlastung und das beruhigende Gefühl, dass ihre Liebsten gut abgesichert sind. In belastenden Pflegesituationen können neben körperlichen Herausforderungen auch emotionale oder soziale Konflikte auftreten. Woran man Gewalt in der Pflege erkennt – und wie man angemessen reagiert – erklären wir in unserem Ratgeber.

Die Bedienung ist bewusst einfach gestaltet: Der Notknopf, der oft als Hausnotruf Kette genutzt wird, ist leicht zugänglich und löst bei Aktivierung sofort einen Alarm aus. So wird schnelle Hilfe garantiert, egal ob bei einem Sturz oder einer akuten gesundheitlichen Verschlechterung.

Dieses System gehört zu den wichtigsten Hilfsmitteln für die häusliche Pflege und steigert die Lebensqualität von Senioren erheblich.

Neben technischen Hilfsmitteln wie dem Hausnotruf spielt auch die Gestaltung der Wohnumgebung eine große Rolle – insbesondere das Bad ist ein häufiger Unfallort. Wie Sie Ihr Badezimmer barrierefrei umbauen und sich dafür Zuschüsse sichern können, erfahren Sie in unserem Artikel „Barrierefreies Bad mit Zuschuss".

  1. Hilfe per Knopfdruck: Rund um die Uhr erreichbare Unterstützung auf Knopfdruck.
  2. Mehr Sicherheit zuhause: Besonders für ältere Menschen mit Sturzrisiko oder eingeschränkter Mobilität.
  3. Einfache Bedienung: Der Notknopf wird als Kette oder Armband getragen und ist intuitiv bedienbar.
  4. Mögliche Kostenübernahme: Die Pflegekasse kann die monatliche Grundgebühr ab Pflegegrad 1 übernehmen.

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Wie funktioniert ein Hausnotruf?

Ein Hausnotrufsystem besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem Notknopf, der als Hausnotruf Kette oder Armband getragen wird, und einer Basisstation mit Freisprecheinrichtung. Sobald der Notknopf für Senioren gedrückt wird, sendet die Basisstation ein Signal an die Notrufzentrale.

Praktische Zusatzfunktion: Einige Modelle verfügen über eine sogenannte Tagestaste („Mir-geht-es-gut-Taste"). Diese muss täglich gedrückt werden, um zu bestätigen, dass es dem Nutzer gut geht. Wird die Taste nicht innerhalb von 24 Stunden betätigt, wird automatisch ein Alarm ausgelöst, und die Notrufzentrale wird benachrichtigt. Die Bedienung des Systems ist bewusst intuitiv, sodass der Notknopf stets am Körper getragen werden kann. Dies stellt sicher, dass ältere Menschen in jeder Situation schnell Hilfe anfordern können – ob bei einem plötzlichen Sturz oder bei gesundheitlichen Notfällen.

Was passiert nach Aktivierung des Notrufknopfs?

Sobald der Hausnotruf-Knopf aktiviert wird, stellt die Basisstation eine direkte Verbindung zur Notrufzentrale her. Über die Freisprecheinrichtung kann der Betroffene sofort mit einem Ansprechpartner sprechen, der die Situation einschätzt und die passenden Maßnahmen einleitet.

Je nach Bedarf wird anschließend der Rettungsdienst, ein Angehöriger oder ein Nachbar informiert. Damit die Rettungskräfte im Notfall schnellen Zugang zur Wohnung haben, empfehlen viele Anbieter, einen Wohnungsschlüssel sicher bei ihnen zu hinterlegen.

Dieses effektive System macht den Hausnotruf zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel, besonders für Senioren, die allein leben oder gesundheitlich eingeschränkt sind.

Wer bietet ein Hausnotrufsystem an?

Es gibt zahlreiche Anbieter für Hausnotrufsysteme. Über Pflegewächter können Sie den Zuschuss für Ihren Hausnotruf direkt bei der Pflegekasse beantragen und, dank unserer Kooperation mit den Johannitern, direkt ein Hausnotrufsystem Ihrer Wahl erhalten.

Was kostet ein Hausnotrufsystem?

Die Kosten für ein Hausnotrufsystem setzen sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: der Installationsgebühr und der monatlichen Grundgebühr. Je nach Anbieter und Modell variieren die Preise:

  • Installationsgebühr: Zwischen 10 und 50 Euro für Standardmodelle.

  • Monatliche Grundgebühr: In der Regel 23 bis 29 Euro für Basistarife.

Zusatzleistungen wie Schlüsselverwahrung, Kontrollanrufe, Sturzsensoren oder Rauchmelder können zusätzliche Kosten verursachen. Wichtig ist, sich vorab über die angebotenen Leistungen zu informieren, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erhalten.

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Die Kostenübernahme des Hausnotrufs durch die Pflegekasse

Ein großer Vorteil des Hausnotrufs ist die mögliche Kostenübernahme durch die Pflegekasse. Ab Pflegegrad 1 können bis zu 25,50 Euro monatlich für die Grundgebühr übernommen werden.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme:

  • Anerkannter Pflegegrad: Der Antragsteller muss bereits einen Pflegegrad haben, der durch den Medizinischen Dienst (MD) oder eine andere Prüfstelle festgestellt wurde.

  • Lebenssituation: Der Nutzer lebt entweder allein oder mit einer Person zusammen, die im Notfall keine Hilfe leisten kann – z. B. aufgrund eigener gesundheitlicher Einschränkungen.

  • Gesundheitszustand: Der Nutzer ist voraussichtlich nicht in der Lage, im Notfall selbstständig Hilfe über ein Telefon zu rufen. Dies betrifft insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder einem hohen Sturzrisiko.

Ein Hausnotrufsystem bietet in diesen Fällen nicht nur Sicherheit, sondern auch ein Plus an Lebensqualität. Wichtig: Die Kostenübernahme sollte vorab mit der Pflegekasse geklärt werden, um sicherzustellen, dass die Voraussetzungen erfüllt sind.

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist ein anerkannter Pflegegrad. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Pflegegrad korrekt eingestuft wurde oder ob Ihnen bereits ein Pflegegrad zusteht, können Sie Ihren Pflegegrad von Experten prüfen lassen. So stellen Sie sicher, dass Sie alle Leistungen nutzen können, die Ihnen zustehen.

Ablauf der Antragstellung

Der Antrag auf Kostenübernahme für ein Hausnotrufsystem wird direkt bei der Pflegekasse gestellt. Dies erfolgt in wenigen Schritten:

  • Antragsstellung: Den Antrag online herunterladen oder direkt bei der Pflegekasse anfordern.

  • Prüfung: Die Pflegekasse prüft den Antrag und sendet entweder eine Kostenübernahmeerklärung oder eine Ablehnung.

  • Installation: Nach Zusage einen Installationstermin mit dem Anbieter vereinbaren. Der Anbieter weist anschließend in die Nutzung des Geräts ein.

Fazit: Sicherheit und Hilfe auf Knopfdruck

Ein Hausnotruf bietet älteren Menschen die Möglichkeit, trotz gesundheitlicher Einschränkungen sicher und selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben. Die Kostenübernahme ab Pflegegrad 1 macht das System auch für Menschen mit geringem Einkommen zugänglich.

Die einfache Bedienung des Notknopfs für Senioren und die schnelle Hilfe im Notfall entlasten nicht nur den Nutzer, sondern auch Angehörige. Informieren Sie sich über die verschiedenen Anbieter und wählen Sie das System, das am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Über Pflegewächter können Sie einfach und unkompliziert den Hausnotruf inklusive der Kostenübernahme durch die Pflegekasse beantragen!

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Über den Autor

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Sina

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