Das Wichtigste kurz zusammengefasst
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Pflegebedürftige haben einen Monat Zeit Widerspruch gegen den Pflegegradbescheid einzulegen.
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Partneranwälte aus unserem Netzwerk können dabei unterstützen und die ausführliche Begründung für Sie übernehmen.
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Es gibt verschiedene Anhaltspunkte, die bei der Prüfung des Bescheids der Pflegekasse und somit bei der Entscheidung für oder gegen einen Widerspruch helfen können.
Nach der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst (MD, früher MDK) bei den gesetzlich Versicherten oder MEDICPROOF bei den privaten Versicherten erfolgt die Einstufung in einen Pflegegrad durch die Pflegekasse. Diese richtet sich meist nach der Einschätzung des Gutachters/der Gutachterin, der/die bei Ihnen vor Ort war. Sie erhalten im Anschluss an die Begutachtung einen Bescheid von Ihrer Pflegekasse, in dem Ihnen mitgeteilt wird, ob und welcher Pflegegrad Ihnen zusteht.
Erscheint Ihnen der Bescheid nicht richtig und Sie vermuten, dass Sie falsch eingestuft wurden, haben Sie das Recht Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen. Ein zu niedriger Pflegegrad kann nämlich zu einer unzureichenden finanziellen Unterstützung und Versorgung beitragen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie gegen einen zu niedrigen Pflegegrad Widerspruch bei der Pflegekasse einlegen und welche Schritte Sie dabei beachten sollten. Bei Unsicherheit kann eine fachliche Pflegegrad-Prüfung helfen – und bei Bedarf können Sie danach Widerspruch gegen den Bescheid einlegen.
Ablauf – in 6 Schritten zum richtigen Pflegegrad
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Prüfung des Bescheids der Pflegekasse: Sie erhalten den Bescheid über den Pflegegrad von Ihrer Pflegekasse. Ihnen fällt zum Beispiel auf, dass der Pflegegrad zu niedrig ist.
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Einlegen des Widerspruchs: Sie entscheiden sich Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen. Dies muss innerhalb eines Monats nach Eingang des Bescheids, am besten schriftlich per Brief oder Fax, erfolgen. Sie können unsere Vorlage nutzen und begründen Ihren Widerspruch entweder direkt beim Einreichen des Bescheids oder später.
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Widerspruchsverfahren: Ihre Pflegekasse hat nach Eingang des Briefs/Fax 3 Monate Zeit um zu reagieren.
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Wiederholungsbegutachtung: Gegebenenfalls erhalten Sie einen Termin zur Wiederholungsbegutachtung durch den MD (ehem. MDK) oder MEDICPROOF. Es ist aber auch möglich, dass die Pflegekasse ohne erneute Begutachtung nach Aktenlage entscheidet.
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Abhilfe- oder Widerspruchsbescheid: Sie erhalten von Ihrer Pflegekasse einen Abhilfe– oder Widerspruchsbescheid. Der Abhilfebescheid gibt Ihnen und Ihrer Einschätzung Recht, sodass Sie einen höheren Pflegegrad und somit gegebenenfalls rückwirkend die höheren Pflegeleistungen erhalten. Erhalten Sie einen Widerspruchsbescheid, war Ihr Widerspruch nicht erfolgreich und der erste Bescheid behält seine Gültigkeit.
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Klage beim Sozialgericht: Sollte die Pflegekasse Ihrer Forderung nicht stattgeben, können Sie innerhalb eines Monats nach Erhalt des Widerspruchsbescheids Klage beim zuständigen Sozialgericht einreichen.
Wie viel mehr Geld steht Ihnen mit dem richtigen Pflegegrad zu?
Unterstützung durch die Partneranwälte von Pflegewächter
In vielen Fällen ist es hilfreich, sich bei einem Widerspruch gegen einen falschen Pflegegrad professionelle Unterstützung zu suchen. Pflegewächter hat es sich zur Aufgabe gemacht, pflegebedürftige Menschen in Bereichen zu begleiten, in denen es sonst keiner tut. Wir verbinden Sie mit unseren Partneranwälten, die Ihren Widerspruch formulieren, einlegen und für Sie begründen. Außerdem übernehmen die Anwälte die komplette Kommunikation mit der Pflegeversicherung für Sie.
Über Pflegewächter steigen Ihre Chancen auf Erfolg beim Widerspruch bei der Pflegeversicherung, denn …
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… die Partneranwälte von Prime bearbeiten jährlich über 5.000 Verfahren und wissen daher genau, worauf es ankommt.
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… die Partneranwälte von Prime arbeiten mit der offiziellen Begutachtungsrichtlinie und können so die Begründung Ihres Pflegegradwiderspruchs mit den bestmöglichen Argumenten versehen.
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… die Partneranwälte von Prime haben die nötige (juristische) Erfahrung.
Wurde Ihr Pflegegrad falsch bewertet?
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Pflegegrad zu niedrig ist – lassen Sie es prüfen. Unsere Partneranwälte begleiten Sie durch das gesamte Widerspruchsverfahren.
Widerspruch einlegenSchritt 1: Prüfung des Bescheids der Pflegekasse
Wenn Sie einen Bescheid der Pflegeversicherung erhalten haben, sollten Sie diesen sowie das Gutachten sorgfältig prüfen. Häufig liegt das Gutachten dem Bescheid bei oder Sie haben es sogar schon im Vorfeld bekommen. Ist dies bei Ihnen nicht der Fall, fordern Sie es schnellstmöglich an.
Überprüfen Sie zunächst, ob die Punkte in Ihrem Gutachten richtig zusammengezählt wurden und am Ende der Pflegegrad, der Ihrer Punkteanzahl entspricht, genannt wurde.
Achten Sie außerdem darauf, ob die Einstufung in den Pflegegrad korrekt erscheint oder ob es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der Pflegegrad zu niedrig angesetzt wurde. Anhaltspunkte können sowohl inhaltlicher als auch formaler Natur sein.
Beispiele für inhaltliche Anhaltspunkte:
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Zu selbstständige Darstellung der pflegebedürftigen Person am Tag des Gutachtens
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Verschlechterung des Zustands der pflegebedürftigen Person seit dem Gutachten
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Falsche Einschätzung des Unterstützungsbedarfs durch die pflegebedürftige Person
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Es wurden nicht alle Punkte des Gutachtens ausgefüllt bzw. überprüft
Beispiele für formale Anhaltspunkte:
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Der Bescheid wird nicht begründet (und das Gutachten liegt nicht bei)
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Es ist kein Absender auf dem Bescheid vermerkt
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Eine Unterschrift oder vergleichbares, wie der Hinweis, dass der Bescheid maschinell erstellt wurde, fehlt
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Die Rechtsbehelfsbelehrung fehlt, das bedeutet, das Schreiben enthält keinen Hinweis auf die Möglichkeit des Widerspruchs
Hinweis
Weist Ihre Pflegekasse Sie nicht auf die Frist zum Widerspruch hin, verlängert sich diese um ein Jahr.
Sollten Sie Schwierigkeiten haben, Ihr Gutachten inhaltlich zu verstehen, können Sie Ärzte, Anwälte, Pflegeberater oder -kräfte zu Rate ziehen.
Wenn Sie Zweifel an der Einstufung haben, sollten Sie in Erwägung ziehen, Widerspruch einzulegen. Es ist ratsam, den Bescheid gemeinsam mit einer vertrauten Person oder einem Experten zu prüfen, um mögliche Fehler oder Unstimmigkeiten leichter zu erkennen. Ein Gegengutachten kann Ihnen zeigen, ob Ihre Einschätzung darüber, dass der Pflegegrad falsch zugeordnet wurde, richtig ist.
Schritt 2: Einlegen des Widerspruchs
Fristen beachten
Die Frist für einen Widerspruch beträgt in der Regel einen Monat ab Erhalt des Bescheids. Diese Frist verlängert sich auf ein Jahr, wenn Ihre Pflegekasse Sie nicht auf die Frist zum Widersprechen hinweist. Achten Sie darauf, dass Sie die Frist nicht versäumen, denn nach dem Ablauf der Widerspruchsfrist gilt der Bescheid, der Ihnen zugesendet wurde, als bestandskräftig. Dann ist ein Widerspruch nicht mehr möglich und Sie können den Bescheid nur noch durch ein Überprüfungsverfahren anfechten.
Wenn Sie dies nicht möchten, die Frist aber bereits verstrichen ist, können Sie einen erneuten Antrag für eine höhere Pflegestufe stellen. Welche Option in Ihrer Situation sinnvoller ist – Widerspruch oder Neuantrag – erklären wir ausführlich im Artikel Widerspruch oder Neuantrag?. Bei einem positiven Bescheid gilt die Leistung jedoch erst ab dem Datum des neuen Antrags. Zusätzlich kann es sein, dass Sie wieder denselben Gutachter bekommen. Beim Widerspruchsverfahren muss ein anderer Gutachter als im Erstgutachten beauftragt werden. Prüfen Sie daher genau die Angaben in Ihrem Bescheid, um die korrekte Frist einzuhalten.
Informationen und Unterlagen sammeln
Tragen Sie alle relevanten Informationen und Unterlagen zusammen, bevor Sie Widerspruch einlegen. Dazu gehören medizinische Unterlagen, Gutachten des Medizinischen Dienstes (MD) oder von MEDICPROOF, Pflegeprotokolle und gegebenenfalls Stellungnahmen von behandelnden Ärzten und Pflegepersonal. Diese Unterlagen können Ihnen helfen zu begründen, wieso Sie einen falschen Pflegegrad erhalten haben, und die Pflegekasse von einer Höherstufung zu überzeugen. Je umfangreicher und aussagekräftiger Ihre Dokumente sind, desto besser können Sie Ihren Standpunkt untermauern.
Widerspruch begründen
In Ihrem Begründungsschreiben sollten Sie klarstellen, welche Punkte in dem Pflegegutachten nicht beachtet wurden und somit zu einer niedrigeren Punktzahl geführt haben. Begründen Sie Ihren Pflegewiderspruch ausführlich und beziehen Sie sich dabei auf die gesammelten Informationen und Unterlagen. Je detaillierter und überzeugender Ihre Begründung ist, desto höher sind die Chancen, dass die Pflegekasse Ihrem Widerspruch stattgibt. Achten Sie darauf, dass Ihre Begründung gut strukturiert und verständlich ist, sodass die zuständige Stelle Ihre Argumentation nachvollziehen kann. Sie können Ihre Begründung direkt mit dem Widerspruchsschreiben versenden oder Ihrer Pflegekasse im Nachgang zukommen lassen.
Formvorschriften
Für das Widerspruchsschreiben gegen den Pflegegradbescheid gibt es keine konkreten Formvorschriften. Sinnvoll ist es allerdings, die Information, dass Sie der Einstufung in den Pflegegrad widersprechen, schriftlich und per Brief (z.B. per Einschreiben mit Rückschein) oder Fax der Pflegeversicherung zuzusenden.
Unsicher, ob sich ein Widerspruch lohnt?
Lassen Sie Ihre Situation von einem unabhängigen Experten prüfen – bevor Sie entscheiden.
Pflegegrad prüfen lassenSchritt 3: Widerspruchsverfahren
Nachdem Sie Ihren Pflegewiderspruch bei der Pflegeversicherung eingereicht haben, beginnt das Widerspruchsverfahren. Die Pflegekasse wird Ihren Widerspruch prüfen und gegebenenfalls eine erneute Begutachtung durch den MD oder MEDICPROOF veranlassen. Sind Sie privat versichert, wird statt eines Widerspruchs häufig ein „Einspruch" geführt – und bei erfolgreicher anwaltlicher Unterstützung kann unter Umständen eine Kostenerstattung möglich sein.
Mehr dazu im Artikel Kostenerstattung privater Pflegekassen. Während des Widerspruchsverfahrens sollten Sie als Antragsteller oder Antragstellerin in Kontakt mit der Pflegekasse bleiben und auf Anfragen oder Nachforderungen von Unterlagen zeitnah reagieren. Es ist selten aber möglich, dass die Pflegekasse Ihrem Anliegen direkt stattgibt und Sie in einen höheren Pflegegrad eingestuft werden. In diesem Fall erhalten Sie rückwirkend die höheren Pflegeleistungen.
Widerspruch gegen den Pflegegrad-Bescheid aufrechterhalten
Während des gesamten Verfahrens ist es wichtig, den Widerspruch aufrechtzuerhalten und auf alle Schriftstücke und Fristen zu achten. Eine Rücknahme hat für Sie nur Nachteile. Dies beinhaltet die rechtzeitige Einreichung von Unterlagen und Anträgen sowie die Kommunikation mit den beteiligten Stellen. Dabei ist es wichtig, alle Schriftstücke sorgfältig aufzubewahren und Kopien anzufertigen, falls sie erneut benötigt werden. Achten Sie auch darauf, auf Anfragen und Entscheidungen der Pflegekasse oder des Sozialgerichts zügig und angemessen zu reagieren.
Tipp
Die Partneranwälte von Prime übernehmen den Widerspruch für Sie. Dies beinhaltet auch das Schreiben Ihrer Begründung für den Widerspruch. Prüfen Sie noch heute Ihren Pflegebedarf und ob Sie Widerspruch gegen den Pflegegrad, in den Sie eingestuft wurden, einlegen sollten!
Schritt 4: Wiederholungsbegutachtung
Häufig veranlassen Pflegekassen nach einem Pflegegradwiderspruch eine Wiederholungsbegutachtung. Für diese wird sich der MD oder MEDICPROOF mit Ihnen zur Terminfindung in Verbindung setzen. Die Begutachtung läuft ähnlich wie die Erste ab. Der Gutachter oder die Gutachterin wird Ihnen Fragen zu Ihrem Alltag stellen und anhand dieser die gesamte Pflegesituation erneut untersuchen. Gegebenenfalls werden über die von Ihnen beanstandeten Punkte ausführlicher gesprochen als bei dem ersten Termin.
Wie Sie sich auf den Begutachtungstermin des MD oder MEDICPROOF am besten vorbereiten, finden Sie in diesem Artikel. Es ist zu empfehlen, ein bis zwei Wochen vor dem Termin damit zu beginnen, ein Pflegetagebuch auszufüllen. Mit diesem können Sie Ihre Aussagen über Ihre Pflegebedürftigkeit untermauern. Außerdem ist es ratsam, eine nahestehende Person beim Begutachtungstermin dabei zu haben, die Ihnen bei Ihren Ausführungen helfen und/oder wichtige Dokumente vorstellen kann. Im Anschluss wird ein Gutachten erstellt und an den Widerspruchsausschuss Ihrer Pflegekasse übermittelt. Dieser entscheidet schlussendlich, ob die Entscheidung der Gutachter bestätigt oder revidiert wird.
Schritt 5: Abhilfe- oder Widerspruchsbescheid
Im Anschluss an die Entscheidung des Widerspruchsausschusses wird Ihnen der Abhilfe- oder Widerspruchsbescheid zugesendet. Die Entscheidung des Ausschusses kann anders ausfallen als das Ergebnis der Wiederholungsbegutachtung. Der Abhilfebescheid gibt Ihnen und Ihrer Einschätzung Recht, sodass Sie eine Pflegegrad-Höherstufung und somit rückwirkend die höheren Pflegeleistungen erhalten. Erhalten Sie einen Widerspruchsbescheid, war Ihr Pflegegradwiderspruch nicht erfolgreich und der erste Pflegegradbescheid behält seine Gültigkeit.

Schritt 6: Klage beim Sozialgericht
Gibt die Pflegekasse Ihrem begründeten Widerspruch nicht statt, können Sie innerhalb eines Monats nach Erhalt des Widerspruchsbescheids Klage beim zuständigen Sozialgericht einreichen. Hierbei empfiehlt es sich, einen Anwalt für Sozialrecht zu Rate zu ziehen, um die Erfolgsaussichten einer Klage besser einschätzen zu können und bei der Formulierung der Klageschrift professionelle Unterstützung zu erhalten. Ihr Anwalt kann Ihnen auch bei der Zusammenstellung der erforderlichen Beweismittel helfen und aufzeigen, welche Aspekte im Klageverfahren besonders relevant sind.
Gutachten und Zeugen
Im Klageverfahren vor dem Sozialgericht können weitere Gutachten und Zeugenaussagen eine Rolle spielen. Bereiten Sie sich darauf vor, indem Sie alle relevanten Unterlagen sorgfältig aufbewahren und gegebenenfalls zusätzliche Expertenmeinungen einholen. Zeugen, wie beispielsweise Pflegepersonal oder Angehörige, können ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, um die tatsächliche Pflegebedürftigkeit und den entsprechenden Pflegegrad zu belegen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Zeugen gut auf ihre Aussage vorbereitet sind und wissen, welche Aspekte besonders relevant sind.
Entscheidung des Sozialgerichts
Nachdem das Sozialgericht alle Beweise und Argumente geprüft hat, wird es eine Entscheidung treffen. Sollte das Gericht Ihrer Klage stattgeben, wird die Pflegekasse verpflichtet, den Pflegegrad entsprechend der gerichtlichen Entscheidung anzupassen. In einigen Fällen kann die Höherstufung des Pflegegrads auch rückwirkend erfolgen, sodass Ihnen eventuell nachträglich zustehende Pflegeleistungen gewährt werden. Es ist jedoch auch möglich, dass das Gericht Ihrer Klage nicht stattgibt. In diesem Fall sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Anwalt über mögliche weitere Schritte, wie beispielsweise das Einlegen einer Berufung, nachdenken. Die Berufung ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden und sollte sorgfältig abgewogen werden.
Pflegegrad Widerspruch Erfolgsaussichten
Die Frage, ob sich ein Pflegegradwiderspruch lohnt, kann in den meisten Fällen mit „Ja" beantwortet werden, da viele Pflegegutachten fehlerhaft sind. Die tagesschau hatte berichtet, dass knapp 30% der Pflegegutachten im Widerspruch korrigiert werden müssen. Wenn der ermittelte Pflegegrad abgelehnt wurde oder Sie glauben, dass der anerkannte Pflegegrad zu niedrig ist und Sie eine gute Begründung für den Widerspruch vorlegen können, stehen Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Widerspruch und das Erhalten des nächsthöheren Pflegegrades nicht schlecht.
Allerdings sollten Sie auch die emotionalen und zeitlichen Belastungen berücksichtigen, die ein Widerspruchs- und Klageverfahren mit sich bringen kann. Um die Belastung für Sie so gering wie möglich zu halten, können Sie für den Widerspruch auf die Pflegewächter Plattform zurückgreifen. Die Partneranwälte von Prime kümmern sich um Ihre fachliche Begründung und um alles Weitere.
Insgesamt ist es wichtig, sich gut auf das Verfahren des Pflegegradwiderspruchs vorzubereiten und alle erforderlichen Schritte sorgfältig durchzuführen. Eine genaue Prüfung des Bescheids, das Sammeln von Beweisen und die Beachtung von Fristen sind entscheidend für einen erfolgreichen Widerspruch gegen einen zu niedrigen Pflegegrad. Auch die Unterstützung durch Experten und die Einbeziehung von Zeugen und Gutachtern können die Erfolgsaussichten erhöhen.
Abschließend sei betont, dass ein erfolgreiches Widerspruchsverfahren dazu beitragen kann, die Lebensqualität des Pflegebedürftigen und seiner Angehörigen zu verbessern, indem eine angemessene pflegerische Versorgung und finanzielle Unterstützung sichergestellt wird.
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Pflegegrad überprüfen lassenHäufig gestellte Fragen
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Über den Autor
Sina
Pflege-Expertin | Pflegewächter
Sina begleitet Familien bei Fragen rund um Pflegegrad, Pflegeleistungen und Vorsorge. Sie bereitet komplexe Themen verständlich auf und zeigt, welche Unterstützung im Pflegealltag möglich ist.
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